► Fritz Pfleumer

Fritz Pfleumer (1869-1945) aus Dresden erfindet das Tonband


Anfang 1928 hat Fritz Pfleumer ein Patent „Lautschriftträger“ angemeldet, das am 26. Juni 1930
unter der Nr. DRP 500 900 erteilt wurde. Unter der Überschrift „Tönendes Papier“ erschien damals folgende Zeitungsmeldung, in der die Erfindung klar und treffend beschrieben wurde:

„Der Dresdener Ingenieur Pfleumer hat ein billiges Verfahren gefunden, Töne auf Papier zu fixieren. Auf 2 Drehscheiben bewegt sich ein Streifen Papier, ähnlich wie das Farbband der Schreibmaschine. Der Streifen besitzt einen Überzug von Stahlstaub und gleitet an einem Magneten vorüber. Die im Magnetismus transformierten Töne magnetisieren bei der Aufnahme den Stahlstaub. Bei der Wiedergabe wirken die magnetisierten Stäubchen, die jahrelang das Lautbild festhalten, auf den Elektromagneten ein; die Schwankungen des Magnetismus werden alsdann durch Geräte, die dem Instrumentarium des Rundfunks entnommen sind, in Töne zurückgebildet. Eine Rolle des von Pfleumer erfundenen Lautschrift- trägers, der eine 20-Minuten-Tonaufnahme erlaubt, lässt sich für etwa M 1,50 herstellen. Streifen, die schon 500mal gelaufen sind, zeigen keinerlei Abnutzung. Instrumentalmusik, Gesang, Orgelspiel usw. kommen klar wieder. Das Papier (Pergamyn) hat nur eine Stärke von einem vierzigstel Millimeter. Durch Überstreichen mit einem Magneten kann das Tonbild gelöscht werden, und das Papierband ist dann zu einer Neuaufnahme bereit. Im Apparat erfolgt die Löschung zugleich mit der Neuaufnahme.”

F. Pfleumer mit seiner selbstgebauten Apparatur.
Er konnte später die AEG dafür gewinnen, das Verfahren weiterzuentwickeln.
Die IG Farben/BASF übernahm die Entwicklung des Magnetbandes auf Kunststoffbasis
und 1935 konnte das erste ‘Magnetophon’ vorgestellt werden.

BG 19

Ab 1950 trat das Tonbandgerät seinen Siegeszug  auch im privaten Sektor an.
Eines der ersten Heimtonbandgeräte, das BG 19 - serienreif entwickelt
und zuerst produziert im VEB Funkwerk Leipzig.